Paderborner Straße und Edeka-Zukunft: Wir fordern Wiederaufnahme der Verkehrsplanung in Borchen

Freie Wählergemeinschaft fordert weitere Planung für Edeka und Paderborner Straße

Die Freie Wählergemeinschaft Borchen (FWB) fordert die Planungen rund um die Verkehrssituation an der Paderborner Straße und zur weiteren Entwicklung des Edeka-Marktes wieder aufzunehmen. Nachdem die für den bislang geplanten Kreisverkehr benötigten Grundstücke nicht durch die Gemeinde erworben werden konnten, stoppte der Bürgermeister das Projekt vor wenigen Tagen. „Wir sind von der Entscheidung mehr als überrascht, die Planungen für einen Kreisverkehr oder eine andere Lösung völlig einzustellen“, berichtet der FWB-Fraktionsvorsitzende Carsten Koch. „Schließlich war es auch ein wesentlicher Teil des Beschlusses im Bauausschuss, durch die Veränderungen an der Paderborner Straße die Zukunft des Edekas an diesem Standort zu sichern“.

Straßen.NRW: Einfahrt für Supermarkt kann bei Neubau nicht mehr genehmigt werden

So war in der entscheidenden Sitzung des Bau- und Umweltausschusses (September 2025) vom Ingenieurbüro der Gemeinde berichtet worden, dass zwar die bisherige Zufahrt des Supermarktes Bestandsschutz genieße. Bei einem Neubau würde jedoch die dafür zuständige Straßen.NRW keine Zufahrt mehr über die L755 genehmigen. „Vor diesem Hintergrund hat der Ausschuss damals eine bewusste Entscheidung sowohl für eine Verbesserung der Verkehrssituation als auch für die Erweiterungsmöglichkeiten des Supermarkts getroffen“, so Astrid Lagers für die FWB. „Eine vollständige Einstellung der Planung würde den Edeka nun nachhaltig in seiner Zukunftsperspektive bedrohen. Umso mehr muss es nun darum gehen, für diesen Bereich eine tragfähige Lösung zu finden“.

Kreisverkehrsplanung: Kosten liegen nicht vor, Grundstücke unsicher, Schaffung einer neuen Gefahrenzone

Die Sitzung zum Beschluss verlief kurz vor Ende des Kommunalwahlkampfes 2025 kontrovers. FWB und SPD kritisierten das Fehlen einer Kostenschätzung. Die Planungen unterlagen lange Zeit der Geheimhaltung und lagen den Parteien nicht vor. Weiterhin wurde im Rat hinterfragt, ob die Grundstücke der Gemeinde zur Verfügung stehen. „Auch inhaltlich standen wir noch vor offenen Fragen, beispielsweise wie die geplante Nebenstraße an den Remmert angeschlossen werden soll, ohne dass eine neue Gefahrenzone entsteht“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Astrid Lagers. „Der Kreisverkehr erschien deutlich überdimensioniert“, ergänzt Koch. „Weiter waren die Auswirkungen auf den Haushalt ebenso nicht abschätzbar wie wir auch unsicher blieben, ob eine Realisierung überhaupt möglich ist“, betont Lagers. „Rückblickend fragen wir uns immer noch, wieso der Kreisverkehr mit derart großer Eile und Druck beschlossen werden musste“.

Vorschlag einer längeren und intensiven Beratung von Ratsmehrheit abgelehnt

SPD und FWB beantragten zur weiteren Beratung die Vertagung auf den nachfolgenden Ratstermin. Diese Verschiebung wurde jedoch abgelehnt und stattdessen die Realisierung des Kreisverkehrs beschlossen.

Lösung finden für Verkehrssituation und Zukunft des Edeka

„Das Ziel muss es jetzt nach dem Aus sein, die Planungen wieder aufzunehmen, die Situation vor Ort neu zu bewerten und nach vorn zu schauen“, betont Carsten Koch. „Es gab weitere Alternativkonzepte, unter anderem des beauftragten Ingenieurs oder auch von Anwohnern, die damals bereits vorab durch die Verwaltung aufgegeben wurden“. Mit Blick auf die Zukunftssicherheit des Edekas und auf die Verkehrssituation an der Paderborner Straße sollten diese Entwürfe unter den aktuellen Bedingungen neu bewertet und weitere Umsetzungsmöglichkeiten geprüft werden. Dabei muss eine neue Lösung auch finanziell vertretbar sein.

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