02/25/2014

ökologisches Baugebiet: FWB will finanzielle Anreize für Bauherren

 

(Artikel aus Westfälisches Volksblatt)

Dörenhagen (WV/per). Das Neubaugebiet in Dörenhagen soll ein Vorzeigeobjekt in Sachen Klimaschutz werden. Die Freie Wählergemeinschaft Borchen fordert Boni-Auszahlungen für Bauherren, die die eigenen vier Wände nach ökologischen Gesichtspunkten entwerfen.

konsequente Ausrichtung der Dächer nach Süden

Um ein klimafreundliches Wohngebiet zu schaffen, soll unter anderem in die Kaufverträge aufgenommen werden, dass alle Hauptdachflächen konsequent nach Süden ausgerichtet werden, damit Photovoltaikanlagen optimal genutzt werden können. Darüber hinaus beantragen die beiden Vorsitzenden der Freien Wähler, Claudia Pagel und Carsten Koch, mit einem Punkte-System finanzielle Anreize zu bieten.

finanzielle Anreize durch Punktesystem

So sollen vom Kaufpreis jeweils 4,54 Euro pro Quadratmeter einbehalten werden. Bei insgesamt 11   000 Quadratmetern Fläche für die bis zu 20 Grundstücke, ergibt sich dadurch ein Budget in Höhe von 50   000 Euro, das für ökologische Maßnahmen an die jeweiligen Bauherren ausgezahlt werden kann – maximal 2500 Euro je Bauplatz.

Je klimafreundlicher die Maßnahme ist, umso höher soll die Bonus-Auszahlung ausfallen. Pagel und Koch schlagen ein Punktesystem vor, wobei pro Punkt 250 Euro an den Bauherren ausgezahlt werden sollen. Eine Photovoltaikanlage beispielsweise schlägt mit zwei Zählern zu Buche, ebenso eine Solarthermie-Anlage zur Warmwassergewinnung. Wer Regenwasser auffängt und damit seinen Garten bewässert, bekommt einen Punkt, und damit 250 Euro. Den gleichen Betrag erhält, wer wasserdurchlässige Bodenbeläge im Außenbereich verwendet. Höhere Boni sollen Häuslebauer nach Willen der Freien Wähler erzielen, wenn sie in eine energieeffiziente Bauweise investieren. Je nach Standard können zwischen vier und acht Punkte vergeben werden.

Den Anforderungen des Klimawandels gerecht werden


»Mit Rücksicht auf die kommenden Generationen muss es das Ziel der Gemeinde Borchen sein, heutige Projekte auf die bislang absehbaren Entwicklungen in der Zukunft auszurichten. Im geplanten Baugebiet werden Häuser entstehen, die noch in 100 Jahren genutzt werden«, begründet die FWB ihren Antrag an den Gemeinderat. Borchen habe mit diesem Vorschlag die kostenneutrale Chance, den Bauherren Anreize zu setzen, den Anforderungen des Klimawandels gerecht zu werden und gleichzeitig ein Baugebiet zu schaffen, das Modellcharakter haben kann. »Zugleich bleibt Borchen damit konkurrenzfähig gegenüber anderen Städten und Gemeinden gerade hinsichtlich der Ansiedlung junger Familien.«

 

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