16.06.2017

Alfener Schultoiletten – Würdigung des Bürgerantrags im dritten Anlauf

„Geht doch“ musste ausrufen, wer alle drei Termine im Borchener Rathaus rund um den von mehr als hundert Alfenern unterschriebenen Bürgerantrag zur Sanierung der Schultoiletten verfolgt hatte. Nachdem dieser zunächst beratungslos und einstimmig im Haupt- und Finanzausschuss abgelehnt worden war, wurde dieser nach starken Protesten in den sozialen Medien doch noch in den Bauausschuss weitergereicht und angemessen gewürdigt.

Nach FWB/FDP machen sich SPD, CDU und Grüne eigenes Bild

 Zum Teil hitzig war der vorgelagerte Ortstermin in den Schultoiletten, bei dem sich SPD, CDU und Grüne selbst ein erstes Bild von den sanitären Anlagen machten. Ergebnis der Diskussion sowohl vor Ort als auch im Borchener Rathaus: Der von der Gemeinde zuvor attestierte, fast schon als provozierend aufzufassende Topzustand musste abgewertet werden. „Akzeptabel“, so dass neue Urteil, dass der sich der Wahrnehmung der Eltern nun zumindest annähert. Eine regelmäßige Grundreinigung soll zukünftig erfolgen, eine vom Gesundheitsamt empfohlene Zwangsentlüftungsanlage soll Besserung bringen und nach und nach ausgetauschte Pissoirs die Geruchsbelästigung verringern.

Es geht um den Alfener Standort

Wenn man die Alfener Klos saniere, so ein wiederholtes Argument der Ratsmitglieder, würden alle Borchener Schulen mit demselben Wunsch folgen. „Es geht hier um Alfen und nicht um die anderen Orte“, so das Gegenargument der Eltern, die sich gegen Vergleiche mit Autobahntoiletten oder anderen Schulen in- und außerhalb Paderborns wehrten und auch deutlich machten, dass der Alfener Schulstandort mit seinen sanitären Anlagen eine der ältesten Schulen in der Gemeinde ist.

Der Ausschussvorsitzende Harald Kuhnigk (CDU) wusste den Termin gut zu führen und schaffte es mit Zwangslüfter und Grundreinigung zumindest einen ersten Konsens unter den Eltern und Politikern zu finden. Doch die Forderung der Eltern wenigstens einen Zeithorizont von 5 Jahren zu definieren, zu dem die Toiletten vollständig saniert werden würden, war im Ausschuss kein Thema mehr.

Froh, dass doch noch etwas passiert

Antragstellerin Astrid Lagers als Fazit zu den Beratungen: „Wir sind eigentlich froh, dass doch noch etwas passiert. Nach der ersten Sitzung schien es uns sehr aussichtslos. Hier zeigt sich wieder einmal mehr, wie wichtig eine eigene Urteilsbildung ist“. Auch die anderen anwesenden Eltern teilten diese Meinung. Doch die grundsätzliche Skepsis bleibt bestehen: „Der Uringeruch sitzt tief in den Fugen. Ob die Geruchsproblematik mit dem Lüfter abgestellt werden kann, wird sich noch zeigen müssen“.

Auch der Vorsitzende der Freien Wählergemeinschaft (FWB) Carsten Koch ist mit dem Verlauf des Termins nach scharfen Protesten im Vorfeld insgesamt zufrieden. „Der Ausschuss hat sich im dritten Anlauf mit dem Antrag endlich und durchaus angemessen auseinandergesetzt. Positiv ist auch, dass die Verwaltung nun beauftragt wurde, Kostenvoranschläge einzuholen. Hätte die Gemeinde im Vorfeld eine eigene Kostenschätzung bereitgestellt, hätte dies sicherlich zu einer Versachlichung beigetragen“.

 

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24.05.2017

Überraschende Wende: Rat schickt Alfener Antrag auf Sanierung der Schultoiletten zur ersten Beratung in den Bauausschuss

Nachdem der Haupt- und  FInanzausschuss den Bürgerantrag ohne Wimpernzucken abgelehnt hatte, schickt der Rat den Antrag zur ersten Beratung in den Bauausschuss. Ein gutes und richtiges Zeichen. Die FWB hofft nun auf ein positives Ergebnis!

Der Borchener Rat verweist den Alfener Antrag zur ersten Beratung in den Bauausschuss

 

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20.05.2017

Bürgerantrag auf Sanierung der Schultoiletten einstimmig und ohne Beratung abgelehnt.

Ein von mehr als 100 Alfenern unterschriebener Antrag auf Sanierung der Schultoiletten wurde im Borchener Haupt- und Finanzausschuss einstimmig und ohne Beratung abgelehnt. Fassungslos waren die anwesenden Eltern, wie mit ihrem Antrag umgegangen wird. Schockiert die Freie Wählergemeinschaft, welchen geringen Stellenwert für die Borchener Parteien bürgerliche Partizipation hat. Darüber hinaus fehlten in der Verwaltungsvorlage die Unterschriften der Eltern, die Fotos aus dem Antrag und ebenso der geschätzte Kostenrahmen.

Nur eine Fliese fehlt - Schultoiletten Alfen

 

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