FWB lehnt Neubau- und Renovierungspläne für Begegnungsstätte ab

Die Freie Wählergemeinschaft Borchen (FWB) lehnt den Neubau einer Begegnungsstätte in Nordborchen wie ebenso auch den Umbau des Rinderstall-Gebäudes auf dem Mallinckrodthof ab.

Investitionskosten 800.000 Euro

Nicht nur sind der FWB die Investitionskosten von 800.000 bis 1 Million Euro deutlich zu hoch. Auch gäbe es nach Ansicht der Vorsitzenden Claudia Pagel und Carsten Koch andere Räume in Nordborchen und der nahen Umgebung, die für Veranstaltungen genutzt werden können. „Borchen hat Bürgerhäuser in jedem der fünf Ortsteile. Und auch Nordborchen ist mit der Schützenhalle, dem Schützenkeller, der Laurentiusscheune und dem Stephanushaus im angrenzenden Kirchborchen nicht gerade unterversorgt mit Begegnungsorten“, so die Vorsitzenden in einer Pressemitteilung. 

Unverständnis

„Es ist uns unverständlich, wieso fast eine Million Euro und mehr ausgegeben werden sollen, obwohl bereits Räume existieren und diese trotz Verfügbarkeit nicht genutzt werden oder nicht ausgebucht sind?“

Vor weiteren Planungen ist nach Ansicht der FWB zu hinterfragen, ob der scheinbar vorhandene Bedarf nicht durch die bestehenden Räumlichkeiten abgedeckt werden kann und ebenso ob und welche Gründe es gibt, dass diese Räume nicht genutzt werden können. „Eine Million Euro ist viel Geld und dies verlangt einen vertrauensvollen Umgang. Auch sollte es bei den Planungen für ein Begegnungszentrum keine Rolle spielen, wie viel von dieser geplanten Summe aus der Borchener Kasse oder vom Land bezahlt werden muss. Letztlich muss es immer der Steuerzahler aufbringen.“

Steuerzahler trägt letztlich wie immer die Kosten

Überrascht stellt die FWB fest, das wie zuvor beim Radweg zwischen Kirchborchen und Schloß Hamborn argumentiert wird. Bereits damals wurde das Argumentationsmuster verwandt, dass durch Zuschüsse nicht die Borchener BürgerInnen die Hauptlast der Kosten tragen müssten.

„Seit Jahren berichtet die Verwaltung in den Haushaltsberatungen, dass Borchen kein Geld für neue Projekte zur Verfügung stände. Ein umstrittener Radweg und die ebenfalls kontroverse Sanierung der Sportplätze sprechen da eine andere Sprache“, so die FWB. „Umso bedauerlicher ist es auch für uns zu erleben, dass uns zuletzt ein Antrag aus Kostengründen abgelehnt wurde. Für die von uns geforderte Abgabestelle für Gartenabfälle setzte die Gemeinde Kosten von 10.000 Euro an. Eine zu hohe Ausgabe – so der Rat und die Gemeinde“.

„Sollte es im Falle des Begegnungszentrums möglich sein, mit Gesprächen zwischen allen Beteiligten viel Geld zu sparen, dann wäre das doch eine feine Sache“, so Claudia Pagel und Carsten Koch von der FWB.

 

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