Borchen macht erste Schritte im Klimaschutz (Haushaltberatung 2012)

Die Freie Wählergemeinschaft Borchen (FWB) zieht ein positives Resümee der Beratungen zum Haushalt 2012.

Es wurden einige Anträge der FWB beraten, von denen zwei sich mit Klimaschutz befassten. Auf Grund der angespannten Finanzlage war es der FWB wichtig Entlastungen im Haushalt zu bewirken. Auch deswegen der Antrag, die Gemeindeverwaltung solle sich um Fördermittel der „Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI)“ zur Sanierung der Lüftungsanlage der Sporthalle Alfen bemühen. Bei einer Bewilligung würde der Haushalt um 13.750 Euro entlastet. Zudem würde durch die vorgesehene Modernisierung der Anlageweniger Strom verbraucht und damit weniger Co2 produziert. Hier trug die FWB ihren Anteil dazu bei, Ausgaben zu sparen und zugleich sinnvolle technische Innovationen zu verwirklichen. Erfreulicherweise haben alle Fraktionen im Gemeinderat diesen Antrag unterstüzt.

Wenig Unterstützung fand der Antrag, Borchen solle mit der Aufstellung eines Klimaschutzkonzeptes beginnen. Nach Vorstellung der Wählergemeinschaft hätte dies durch ein anerkanntes Beratungsinstitut oder durch eine gemeinsame Initiative des „Südliches Paderborner Land e. V.“ erfolgen können.

Nach der mit der SPD durchgeführten Energieumfrage war es der FWB wichtig, ein wirkungsvolles Zeichen zu setzen. Die Bevölkerung hat sich für ein „mehr“ an regenerativen Energien und für eine „erneuerbare“ Energieproduktion ausgesprochen. Dies haben FWB und SPD als Auftrag für einen gemeinsamen Antrag zur Aufstellung eines Klimaschutzkonzeptes aufgenommen und zur Umsetzung in den Haushalt 2012 eingebracht.

Nach intensiver Beratung lässt sich hier ein Teilerfolg verbuchen. Borchen wird sich aktiv am geplanten Fachforum des Kreises Paderborn zum Klimaschutz beteiligen. Ein Mitarbeiter aus der Verwaltung wird regelmäßig für den klimapolitischen Austausch zwischen dem Kreis und unserer Gemeinde Sorge tragen.

Zwar scheint es allen Fraktionen klar zu sein, das Klimaschutz ein wichtiges Anliegen ist, doch fallen die Gewichtungen hierzu noch zu unterschiedlich aus. Borchen hat hier schon einiges getan. Borchen ist Nettoeinspeiser bei regenerativen Energien und in Photovoltaik investiert. Doch um die klimapolitischen Ziele zu erreichen, reicht das nicht.

Borchen kann sich auf dem bisher geleisteten nicht ausruhen und sollte das Notwendige tun, um Vorreiter in Sachen erneuerbarer Energien zu werden.

Die FWB wird auch in naher Zukunft klimapolitische Impulse geben. Die Ergebnisse der Energieumfrage bestärken uns für den Weg, Borchen zur „Klimakommune“ zu entwickeln.


Wir haben uns zusammen mit der SPD - zu einer meinungsbildenden Umfrage zur Energienutzung/ Energiegewinnung/ Energiesparen in Borchen entschlossen.


ZDFzoom-Videobeitrag vom 9.11.2011

Die riskante Suche nach Erdgas in Deutschland

Um Erdgas in Deutschland zu fördern, pumpen große Energiekonzerne seit Jahren tonnenweise Chemikalien in den Boden. Sie nennen es "Fracking". Mit einer speziellen Technik wird das Erdgas aus den Gesteinsschichten gelöst und an die Oberfläche geholt. Die genaue chemische Mixtur fällt unter das Betriebsgeheimnis der Konzerne. Sicher ist: Es handelt sich zum Teil um toxische Stoffe, die das Grundwasser nachhaltig schädigen können.

 


Westfalenblatt vom 3.11.2011

Fragebogen zur Energie-Agenda in Borchen

Fragen_zur_Energie-Agenda.pdf

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Unsere Anfrage bei der Gemeinde zum Thema Fracking in Borchen

Anfrage_Fracking.pdf